soll sasse architekten

Bieterverfahren Neubau Stadion SC Freiburg

in Arbeitsgemeinschaft mit assmann architekten

Totalunternehmer: Baugesellschaft Walter Hellmich, Duisburg

Landschaftsarchitektur: AG Freiraum, Freiburg

Tragwerk: Professor Pfeiffer und Partner, Darmstadt

TGA: Kremer + Scheib Ingenieure, Remscheid

Schallschutz: Graner + Partner Ingenieure, Frankfurt

Verkehrsplanung: BIT-Ingenieure, Karlsruhe

Visualisierungen: Link3D, Freiburg

 

Kapazität: 35.000 Zauschauer (ca. 22.000 Sitz- und 13.000 Stehplätze)

für nationalen und internationalen Spielbetrieb nach DFL- und UEFA-Richtlinien

Business- & VIP-Bereich mit 20 Logen

Büros Geschäftsführung SC Freiburg

Fanshop und Vereinsmuseum

TV-Compound

Polizei- und Rettungsleitstelle

2 Trainingsplätze mit Rasenheizung (Profi- und U23-Mannschaft)

Erläuterung

 

Der vorgelegte Entwurf für den Neubau des Freiburger Fußballstadions basiert auf der Grundform des abgerundeten Rechtecks. Höchste Priorität wurde dabei auf die konsequente Einfachheit des Baukörpervolumens gelegt, ohne störende Vorsprünge, Erhöhungen oder Fortsätze.

 

Ein Stadion = Ein Baukörper

 

Die klare Typologie schafft Identität im Sinne von Erkennbarkeit. Das Gebäude, das dem Nutzer wie Betrachter seine spezifischen Merkmale offenbart, leistet den Eindruck des Selbstverständlichen.

Das umlaufend sichtbare Betonskelett aus Stützen, Brüstungen und Attika bildet nicht nur das tragende sondern auch gestalterische Grundgerüst. Die Tribünenelemente aus Betonfertigteilen werden in dieses Gerüst von oben eingehängt. Unter und in die Westtribüne werden die Nutzungen Geschäftsstelle, Business-Club-Bereiche, Fan-Shop, Museum, Umkleiden, etc. geschoben. Die Ost-, Süd- und Nordtribüne erhalten zwei umlaufende Verteilerebenen.

 

Das ablesbare Grundgerüst bildet nun ein Setzkastenprinzip aus, welches funktional höchst flexibel gefüllt werden kann. Für das Stadion wird ein robustes und reduziertes, leises Farb- und Materialkonzept von schlichter Eleganz vorgeschlagen, welches ebenso den Grundstock für die Füllungen des Setzkastens bildet.

 

Transparent/ Schwarz/ Grautöne/ Weiß, Erdtöne - Glas, Metall, Beton, Holz

 

 

 

 

Die Westfassade des Haupttribünenbauwerks wird gemäß den umfänglichen Anforderungen geschlossen und bekleidet. Durch die offene Tragstruktur wird ein Höchstmaß an Flexibilität erreicht, welche sich in der Fassadengestaltung der Haupttribüne ablesen lässt. Die einzelnen Fächer werden pixelartig bekleidet. Hierbei kann der Nutzer bis zum Ausbau zwischen opaker und transparenter Füllung aus dem o.g. Grundstock an Bekleidungen wählen.

 

Die offenen Nebentribünen zeigen offensiv die reizvolle Oberflächenqualität der Betonfertigteil-Tribünen. Das Setzkastenprinzip wird hier fortgesetzt, indem die Nebenfunktionen in Form von großformatigen (Pixel)Boxen in die untere und obere Verteilerebene einsortiert werden. Die unterschiedliche Materialität und Farbgebung ist dabei bereits Bestandteil eines selbstverständlichen optischen Leitsystems (Gastronomie = Holz, Treppenaufgänge = Schwarz, Sanitäranlagen = Weiß).

 

Im Inneren wird die äußere Gestaltung fortgesetzt. Allerdings wird die Farbgebung nochmals reduziert und tritt noch weiter in den Hintergrund; es wird die Bühne für die Fans bereitet.

Das Bauwerk wird mit einem aus der Ferne bereits sichtbaren, filigranen Dachtragwerk aus Stahlpylonen, Abspannungen und individuell gevouteten Schweißträgern gekrönt.