Wiederentdeckte Keramikkunst im Zuge der Rückbauarbeiten am Bestandsgebäude des Cafés an den Wasserbecken im Westfalenpark Dortmund. Das Mosaik wird geborgen, instand gesetzt und im Neubau wiederverwendet.

Die Arbeit von soll sasse architekten BDA setzt sich über das gebaute und entworfene Projekt hinaus im öffentlichen, fachlichen und kulturellen Raum fort. Auszeichnungen, Publikationen, Ausstellungen, Vorträge, Podien und Panels sind ein kontinuierlicher Teil der Büroarbeit. Sie machen Projekte, Positionen und Haltungen in unterschiedlichen Formaten sichtbar und führen sie im architektonischen und kulturellen Diskurs weiter. Grundlage ist ein Verständnis von Architektur als ganzheitliche kulturelle, soziologische und künstlerische Aufgabe.

Resonanz

Die Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet. Zu den jüngeren Auszeichnungen zählen der Deutsche Fassadenpreis 2024 für VHF, der German Design Award 2025, die ICONIC AWARDS 2025, der IDA International Design Award 2024 und der DEA Design Educates Award 2025. Hinzu kommen zahlreiche Wettbewerbserfolge, darunter mehrere erste Preise. Arbeiten und Positionen von soll sasse architekten BDA wurden zudem in Zeitschriften, Büchern, Katalogen und Interviews veröffentlicht. Die Publikationen begleiten gebaute Projekte ebenso wie Ausstellungen, kuratorische Arbeiten und Beiträge zum architektonischen und kulturellen Diskurs.

Formate

Ausstellungen, Vorträge, Podien, Panels und weitere öffentliche Formate sind ein kontinuierlicher Teil der Büroarbeit. Dazu gehören Beiträge im Baukunstarchiv NRW, im Museum Ostwall im Dortmunder U, im DAZ Deutschen Architektur Zentrum sowie bei weiteren fachlichen und kulturellen Veranstaltungen. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei Ausstellungen ein, sowohl als Ort der Präsentation als auch als eigenständiges Arbeitsfeld zwischen Architektur, Kunst, Kultur und Szenografie. In Vorträgen, Panels und Podien werden Projekte und Haltungen des Büros nicht nur vorgestellt, sondern im Austausch mit anderen Stimmen weitergeführt, vertieft und öffentlich verhandelt.

Engagement

Architektur wird nicht als neutrale Dienstleistung verstanden, sondern als kulturelle und gesellschaftliche Praxis mit Verantwortung. Das Büro mischt sich ein und nimmt, wo nötig, bewusst unbequeme Positionen ein, im Sinne einer besseren Zukunft. Im Zentrum stehen Fragen von Klima, Ressource, Bestandserhalt, Abrissvermeidung, Weiterbauen, Wieder- und Weiterverwendung von Materialien, fairen Verfahren und dem Wert von Planung. Dabei geht es nicht um abstrakte Bekenntnisse, sondern um die konkrete Frage, wie gebaut wird, mit welchem Verbrauch an Material und Energie, mit welchem Umgang mit dem Vorhandenen und mit welchem Verständnis von Qualität und öffentlicher Verantwortung. Projekte wie die Stadthalle Göttingen oder die Fassadensanierung des BWZ Köln zeigen, dass diese Haltung nicht neben der Praxis steht, sondern in den Projekten selbst wirksam wird. Sie setzt sich darüber hinaus in Initiativen, Netzwerken und institutionellen Zusammenhängen fort, unter anderem im BDA Bund Deutscher Architektinnen und Architekten, im Deutschen Werkbund, in Bezügen zu Architects for Future, dem Abrissmoratorium sowie in Debatten zu fairen Wettbewerben, Vergabeverfahren und Vertragsbedingungen. In diesem Zusammenhang sind auch Fragen einer ganzheitlichen Verantwortung des Architekten, interdisziplinärer Zusammenarbeit, transparenter Verträge und einer am Bauziel orientierten Aufgabenteilung zentral. Engagement ist damit kein Zusatz, sondern die öffentliche und fachliche Fortsetzung der eigenen Arbeit.

Lehre

Lehre begleitet die Arbeit des Büros seit Beginn. Sie ist Reflexionsraum, Austausch und Verbindung zur jungen Generation und bildet eine fortlaufende Schnittstelle zwischen Praxis, Entwurf und Diskussion. In der Lehre werden Themen der Büroarbeit nicht nur vermittelt, sondern auch überprüft, weitergedacht und im Gespräch neu befragt. Damit ist sie nicht Zusatz, sondern ein selbstverständlicher Teil der architektonischen Praxis.

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